Ein Mann mit dunklem Haar bedeckt sein Gesicht mit den Händen und blickt durch seine Finger hindurch, draußen an einem nebligen Tag.

Die häufigsten Fehlsichtigkeiten verständlich erklärt

Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung – diese Begriffe kennen die meisten Menschen. Doch oft wissen nicht einmal die Betroffenen, was eigentlich genau dahintersteckt. In diesem Artikel erfahren Sie, woher Sehfehler kommen, wie sie sich im Alltag auswirken und welche Sehhilfen und dauerhaften Lösungen es gibt.

So funktioniert unser Sehen

Das Auge arbeitet wie eine Kamera: Licht fällt durch die Hornhaut und die Linse ins Auge. Beide bündeln das Licht und lenken es auf die Netzhaut im hinteren Teil des Auges. Dort sitzen Millionen winziger Sensoren – Stäbchen für Hell-Dunkel-Sehen und Zapfen für Farben. Sie wandeln das Licht in Nervensignale um, die über den Sehnerv ans Gehirn geschickt werden. Das Gehirn setzt diese Signale zu einem klaren Bild zusammen.
Entscheidend ist: Das gebündelte Licht muss genau auf der Netzhaut ankommen. Nur dann sehen wir scharf.

Was Fehlsichtigkeit bedeutet

Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern nur eine Abweichung von der Norm – also dem idealen Sehvermögen. Grund hierfür ist meist ein sogenannter Refraktionsfehler: Das einfallende Licht wird zwar gebrochen, aber der Brennpunkt trifft nicht genau auf die Netzhaut. Er liegt entweder davor, dahinter oder er ist verzerrt. Deshalb entsteht ein verschwommenes Bild. Welche Form der Fehlsichtigkeit vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist, lässt sich durch einen Sehtest und eine augenärztliche Untersuchung feststellen.

Unterschiedliche Ursachen und Entwicklung

Jede Fehlsichtigkeit hat eine andere Ursache. Kurzsichtigkeit entsteht oft durch ein zu langes Auge, Weitsichtigkeit durch ein zu kurzes. Bei der Hornhautverkrümmung ist die Hornhaut ungleichmäßig geformt, bei Alterssichtigkeit verliert die Linse ihre Elastizität.
Ein weiterer wichtiger Unterschied: Manche Sehfehler sind angeboren, andere entwickeln sich erst im Laufe des Lebens. Darum sehen Kinder oft noch gut und brauchen dann als Teenager auf einmal eine Brille. Auch das Fortschreiten ist unterschiedlich – manche Fehlsichtigkeiten bleiben stabil, andere verändern sich über die Jahre.

Die wichtigsten Fehlsichtigkeiten im Überblick

Wie zeigt es sich? Wo fällt es auf?
Kurzsichtigkeit (Myopie) Entfernte Objekte erscheinen verschwommen, während man in der Nähe gut sieht. Straßenschilder sind schwer zu lesen, Gesichter in größerer Entfernung wirken unscharf.
Weitsichtigkeit (Hyperopie) Nahe Objekte sind verschwommen, während die Fernsicht oft noch gut ist. Smartphone-Bildschirm ist anstrengend zu lesen, Handarbeiten oder Kochen fallen schwer.
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) Alles wirkt verzerrt und unscharf. Punkte erscheinen wie Striche, Buchstaben verschwimmen. Lichter beim Autofahren nachts ziehen lange Streifen, Bildschirmarbeit wird schnell anstrengend.
Alterssichtigkeit* (Presbyopie) Sehen in der Nähe wird mühsam, Texte müssen weiter entfernt sein als zuvor. Betrifft fast jeden ab 45. Speisekarte unlesbar, Kleingedrucktes schwer erkennbar, Handy wird weit weggehalten.

* Anders als Weitsichtigkeit ist Alterssichtigkeit kein Brechungsfehler des Auges, sondern eine normale Alterserscheinung.

Die wichtigsten Fehlsichtigkeiten im Überblick

Kurzsichtigkeit (Myopie)
Wie zeigt es sich?
Entfernte Objekte erscheinen verschwommen, während man in der Nähe gut sieht.Wo fällt es auf?
Straßenschilder sind schwer zu lesen, Gesichter in größerer Entfernung wirken unscharf.
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Wie zeigt es sich?
Nahe Objekte sind verschwommen, während die Fernsicht oft noch gut ist.Wo fällt es auf?
Smartphone-Bildschirm ist anstrengend zu lesen, Handarbeiten oder Kochen fallen schwer.
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
Wie zeigt es sich?
Alles wirkt verzerrt und unscharf. Punkte erscheinen wie Striche, Buchstaben verschwimmen.Wo fällt es auf?
Lichter beim Autofahren nachts ziehen lange Streifen, Bildschirmarbeit wird schnell anstrengend.
Alterssichtigkeit* (Presbyopie)
Wie zeigt es sich?
Sehen in der Nähe wird mühsam, Texte müssen weiter entfernt sein als zuvor. Betrifft fast jeden ab 45.Wo fällt es auf?
Speisekarte unlesbar, Kleingedrucktes schwer erkennbar, Handy wird weit weggehalten.

* Anders als Weitsichtigkeit ist Alterssichtigkeit kein Brechungsfehler des Auges, sondern eine normale Alterserscheinung.

Kombination verschiedener Sehfehler

Viele Menschen haben nicht nur eine Fehlsichtigkeit, sondern mehrere gleichzeitig: etwa Kurzsichtigkeit kombiniert mit einer Hornhautverkrümmung oder Weitsichtigkeit zusammen mit Alterssichtigkeit. Das Auge bündelt das Licht dann gleich auf mehrfache Weise falsch, was das Sehen zusätzlich erschwert. Solche Mischformen benötigen eine genaue Untersuchung und speziell angepasste Sehhilfen – sei es eine Brille mit besonderen Gläsern, spezielle Kontaktlinsen oder eine Laserbehandlung.

Sehhilfen und Sehkorrektur

Je nach den individuellen Voraussetzungen und Vorlieben gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch mit Fehlsichtigkeit „normal“ zu sehen. Dabei gibt es zwei grundlegende Optionen:

Temporäre Sehhilfen: Brille und Kontaktlinsen

Dauerhafte Sehkorrektur: Laserverfahren und Linsenverfahren

Der Unterschied: Brillen und Kontaktlinsen korrigieren nur während des Tragens, Laserbehandlungen und Linsenverfahren verbessern das Sehen dauerhaft.

Diese dauerhaften Korrekturverfahren gibt es

Für eine dauerhafte Sehkorrektur stehen heute verschiedene Laser- und Linsenverfahren zur Verfügung. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von der Art der Fehlsichtigkeit, der Hornhautbeschaffenheit und den individuellen Sehgewohnheiten ab.

Im Augenlaser-Zentrum Reutlingen kommen dafür folgende Verfahren zum Einsatz:

Femto-LASIK und SMILE® pro für die Korrektur von Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung.

PRESBYOND® Laser Blended Vision für die Korrektur von Alterssichtigkeit.

In Ausnahmefällen wenden wir auch die PRK/LASEK an.

Weitere Optionen für eine dauerhafte Sehkorrektur sind Zusatzlinsen (phake Linsenimplantation) und Ersatzlinsen (refraktiver Linsentausch).

Welches Verfahren für Sie infrage kommt, klären wir gerne in unserem kostenlosen Eignungscheck.

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